Teil eines Werkes 
1. Theil (1821)
Entstehung
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ihrem Pferde hingeworfen, ritt ſingend und frohen Muthes voruͤber. Ein Pferd, welches trabt, laͤßt einen Philoſophen zu Fuß bald hinter ſich. Das Milchmaͤdchen mochte, gerad in einer Linie mit Herrn Martin eben im Begriff ſeyn, ihn zuruͤck zu laſ⸗ ſen, als ein Eichhoͤrnchen, welches luſtig von einem Aſt zum andern ſprang, das Gleichgewicht verlor und zwiſchen zwei ſchoͤne Halbkugeln fiel, welche ein buntſeidenes Tuch ſorgfaͤltig jedem luͤſternen Auge verbarg. Das Milchmaͤdchen ſchreit, greift mit furchtſamer Hand nach dem Thierchen, das ſich ganz wohl befand. Das Eichhoͤrnchen biß dem Madchen in den kleinen Finger und ein noch hef⸗ tigerer Schrei, als der erſte, entfuhr dem armen

Kinde. Herr Martin bot lachend ſeine Vermitt⸗

lung an und war bereits im Begriff, das Buſen⸗ tuch ein wenig in Unordnung zu bringen. Eine andere Dame waͤre ehrenhalber doch wenigſtens in Ohnmacht gefallen. Das Milchmädchen, anſtatt Herrn Martin zu antworten, ſpringt vom Pferde, loͤßte ihre Schnuͤrbruſt und das Eichhoͤrnchen, das von oben den Eingang erffuͤrmt hatte, ergriff un⸗ terhalb die Flucht. Zwei Spruͤnge, und es war auf dem naͤchſten Baume.

Wie aber wird Roſalie aufs Pferd kommen? Ohne Steigbuͤgel, ohne zaͤrtlichen Fuͤhrer. Herr