Teil eines Werkes 
1. Theil (1821)
Entstehung
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Martin bietet zum zweitenmale ſeine Dienſte an⸗ Roſalie lehnte ſie mit einer Artigkeit ab, welche das Aeußere des Herrn Martin gebot; ſie beſtand darauf, bis zum noaͤchſten Meilenzeiger zu Fuß zu gehen. Wenn man neben einem ſchonen jungen Maͤdchen geht, bleibt man nicht ſtumm. Roſalie ſprach recht verſtaͤndig, und Herr Martin warf ihr einige von den Blicken zu, die hinreichend ſind, um ein Milchmaͤdchen bis in den Himmel zu er⸗ heben. Die Unterredung ſpann ſich an, Roſalie planderte viel und Herr Martin hoͤrte, nach ſeiner Weiſe nicht ohne Grund, recht aufmerkſam zu.

Der Meilenzeiger iſt endlich da, Roſalie nimmt die Hand des Herrn Martin an, ſpringt auf den Stein und ſchwingt ſich vom Stein aufs Pferd. Sie dankt mit einem ſehr freundlichen und einneh⸗ menden Laͤcheln, das geduldige Pferd fängt an zu traben, und Herr Martin hat das liebliche Milchmaͤdchen leider nur zu ſchnell aus den Augen verloren.

Am Ende werde ich doch läͤnger zu Acheres blei⸗ ben, als ich mir vorgenommen hatte, ſo ſprach Herr Martin. Ich kann dort nuͤtzlich werden und das iſt mehr werth, als ſeine Zeit mit truͤbem Phi⸗ loſophiren zuzubringen. So nur lebt man; ange⸗ nehm ſich beſchoͤftigen, iſt eine billige rechtliche Er⸗