Teil eines Werkes 
19. bis 21. Bändchen, Die heilige Ligue oder der Spion : 4. Band (1846) Der Spion
Entstehung
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Freund André, es iſt peinlich und betrübend, ſie ſo fortwährend überwachen zu müſſen.Es iſt grauſam für ſie, in einem fortwährenden Zwange zu leben. Was thun einige Monate mehr oder weniger ihrer Ehe für Schaden?Junge Leute, welche man nicht ver⸗ heirathet, heirathen einander öfters ſelbſt.André, wir wollen ſie verheirathen.Verheirathen wir ſie, Anton, ich glaube, es iſt ſchon Zeit dazu.

Was höre ich, wer nähert ſich uns?Ach ja! ja! verheirathet uns. Es iſt Herr Anton, welcher wahr⸗ ſcheinlich Verdacht gefaßt, welcher wieder aufgeſtanden, uns gefolgt war und uns belauſcht hatte.Ach, verhei⸗ rathet uns! Verheirathet uns!Ganz gewiß, es ſoll geſchehen, und zwar in künftiger Woche. Anton ſpringt, ſchlägt Purzelbäume; er liegt bald zu unſern Füßen, bald in unſern Armen. Auf einmal läuft er vorwärts, ſpringt die Stufen der Leiter, welche Blecker eine Treppe nennt, hinunter, und läuft aus vollem Halſe rufend:Antoinette, man verheirathet uns, man verheirathet uns! fort.

Wir folgten ihm in einiger Entfernung nach. Als wir wieder in's Zimmer traten, fanden wir Alle auf den Bei⸗ nen, die Männer im Hemde, die Frauen halb angekleidetz Anton hatte einen allgemeinen Aufſtand erregt. Als ſie ganz wach geworden waren, verſtanden ſie ihn erſt und lachten. Antoinette kam, um mich zu umarmen und mir zu danken, und zwar mit einer ſehr feierlichen Miene.

Tags darauf gingen wir nach Appenzell, und vollzo⸗ 17*