Teil eines Werkes 
19. bis 21. Bändchen, Die heilige Ligue oder der Spion : 4. Band (1846) Der Spion
Entstehung
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mein Vater, werden uns ebenſo viele Jahrhunderte zu ſein ſcheinen.

Unfinniger, Du willſt Gatte, Du willſt Vater ſein! Zittere bei dem Gedanken an die Gefahren, welche Dich ſelbſt noch in ſechs Monaten erwarten; Deine erſchöpften Kräfte, Deine zerrüttete Geſundheit, Dein ganzes vernich⸗ tetes Glück werden die verbrecheriſche Gefälligkeit ankla⸗ gen, die uns bewogen hat einen Zeitpunkt feſtzuſetzen, der Deinen Wünſchen noch zu weit hinausgeſchoben zu ſein ſcheint.Ich, ich ſollte Ihnen Vorwürfe machen! nie⸗ mals. O mein Gott! und worüber ſollte ich mich denn be⸗ klagen? Was liegt daran, wie lange ein Leben dauert, wenn es nur in einem Gluthſtrome von Glückſeligkeit da⸗ hinfließt?Elender, was wagſt Du zu ſagen! Du liebſt alſo Antoinetten gar nicht?Großer Gott! ich ſollte ſie nicht lieben?!Nein, da Du ſie dazu ver⸗ dammen willſt, Dich in der Blüthe ihres Alters zu verlie⸗ ren, und dann den übrigen Theil ihres Lebens in Schmerz und Trauer um Dich zuzubringen!

Dieſe letzten Worte brachten einen völligen Um⸗ ſchwung in der Gemüthsſtimmung des guten jungen Man⸗ nes hervor; er fiel mir zu Füßen, erklärte ſich für ſchuldig und bat mich um Verzeihung: ich hob ihn auf und um⸗ armte ihn mit der lebhafteſten Zärtlichkeit.

Der Herbſt rückte heran und die Kälte, welche uns ihre Macht fühlbar zu machen begann, brachte auf Anton we⸗ nigſtens ebenſo viel Wirkung hervor, als meine Bered⸗ ſamkeit; nichtsdeſtoweniger konnte ich ihn aber doch nicht