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rende Unruhe; ich ſchützte gegen Anton irgend eine Arbeit vor, nahm ihn mit mir hinaus in die freie Luft und führte ihn dann erſt zu meiner Tochter zurück, wenn ich ihn wie⸗ der vollkommen ruhig glaubte: Antoinette ward dann auch ruhig, wenn es Anton war.
Man kann die Natur eine Zeit lang hinhalten, aber man erſtickt ſie niemals. Eines Tages war eine heftige Kriſe auf dem Punkte hervorzubrechen; ich nahm Anton mit mir hinaus, ich hatte die Grauſamkeit oder vielmehr den Muth, ihn den Berg hinanklimmen zu laſſen; ich zog ihn bis zu unſern Kirſchbäumen mit fort, zeigte ihm die Erde, welche da unten dreihundert Klafter tief unter uns lag, machte ihn auf die ewige Weltordnung, die überall herrſcht, aufmerkſam und fragte ihn dann, ob es ſich wohl für zwei ſchwache Menſchenkinder gezieme, die Weltord⸗ nung ſtören zu wollen?„Es giebt keine ewige Weltord⸗ nung, wenn zwei von Liebe verzehrte Herzen ſich nicht in einander ergießen können; es iſt ein Frevel, dieſelben ge⸗ trennt zu halten. Was ſind wir übrigens dem unermeß⸗ lichen Weltall gegenüber, als zwei faſt unbemerkbare Punkte der Schöpfung?“—„Anton, Du betrübſt mich wirklich“—„O, mein Vater, vermehrt nicht noch mehr das G wicht meines Leidens!“—„Denke daran, daß Dein Vater und ich nur für Euch leben, daß unſer Glück feſt an das Eurige gekettet iſt, daß dieſe Beſtimmungen, welche Euch ſo ſehr quälen, uns durch die lebyafteſte Theil⸗ nahme eingegeben ſind; und daß Ihr endlich nur noch ſechs Monate zu warten habt.“—„Dieſe ſechs Monate,


