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19. bis 21. Bändchen, Die heilige Ligue oder der Spion : 4. Band (1846) Der Spion
Entstehung
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und er ließ die Vorbänge ſeiner Kutſche aufziehen: wenn

ſie doch dieſen Tag geſchloſſen geblieben wären, ſo wäre er an demſelben nicht ums Leben gekommen.

Der Wagen wurde in der Straße de la Feronnerie durch ein Zuſammentreffen mit mehreren kleinen Wagen aufgehalten. Ein Nichtswürdiger, ein Böſewicht, ein Un⸗ gebeuer, Ravaillac, war dem Könige vom Louvre aus ge⸗ folgt; er ſtieg auf das kleine Rad an der linken Seite. An den Wagenſchlägen ſowohl, als auch in dem Grunde und auf dem Kutſchbocke hatten ungefähr ſieben Herren Platz genommen, welche Heinrich begleiteten. Der Nichts⸗ würdige mußte ſeinen Arm bis in die Mitte des Wagen⸗ grundes ausſtrecken; er traf den Fürſten mit zwei Meſſer⸗ ſtichen, von denen der zweite ihm das Leben raubte.

Die Wiſſethat wurdemit Blitzesſchnelle vollführt. Man würde nicht gewußt haben, wem ſie zuzuſchreiben ſei, wenn der Schuldige das Meſſer weggeworfen und ſich in der Menge verloren hätte; er blieb aber, das Meſſer in der Hand und mit wildem Blicke, am Wagen ſtehen: er wurde ſogleich verhaftet. Bald darauf trug man den blutenden Körper des unglücklichen Königs nach dem Louvre zurück.

Heinrich war ein geborner Soldat und Generalz ver⸗ pflichtet, die Aufrührer, welche Frankreich verwüſteten, zu vernichten, bekriegte er ſie wie ein Held, und war, wenn auch ſtets Sieger, doch zugleich immer mild.

Er hatte von der Natur ein geſundes Urtheil, einen

lebendigen, durchdringenden, fruchtbaren Geiſt erhalten,