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19. bis 21. Bändchen, Die heilige Ligue oder der Spion : 4. Band (1846) Der Spion
Entstehung
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floh in einer Nacht mit ſeiner Gattin und ging in die Nie⸗ derlande, um ſich dort eine Zufluchtsſtätte zu ſuchen.

Der König ließ dem Erzherzoge ſagen, daß er mit einem Heere in Flandern einrücken würde, wenn er ihm nicht den Prinzen und die Prinzeſfin von Condé ausliefere, Der Erzherzog wurde durch dieſe Drohungen, deren Aus⸗ führung Deutſchland, Spanien und England unbedingt gehindert hätten, durchaus nicht erſchreckt; er bchielt die beiden Gatten an ſeinem Hofe, und Heinrich verſuchte es, jedoch ohne Erfolg, die Prinzeſſin von dort entführen zu laſſen.

Dieſer Fürſt, wahnſinnig gemacht durch eine unbeſieg⸗ bare Leidenſchaft, beſchloß, um dieſelbe zu befriedigen, Europa in Feuer und Flammen zu ſetzen. Er hatte noch er⸗ ſparte Millionen in der Baſtille aufgeſpeichert; er wandte ſie dazu an, die furchtbarfte Armee, die er noch jemals be⸗ fehligt hatte, auszuheben: wenn er noch längere Zeit ge⸗ lebt hätte, würde er ſich ſelbſt beſchimpft haben.

Condé, den lebhafteſten Beſorgniſſen zur Beute, ent⸗ floh mit ſeiner Frau nach Italien.

Es iſt jedoch dabei zu bemerken, daß die Verwaltungs⸗ Angelegenheiten durch dieſe Verirrungen des Königs auch nicht das Geringſte litten, und daß der Wohlſtand ſeines Volkes fortwährend der Gegenſtand ſeiner zärtlichſten Be⸗ ſorgniß war.

Das Herz der Königin war durch dieſe ärgerlichen Un⸗ treuen ihres Gatten tief verletzt; ſie beklagte ſich laut, und gewiß, ſie hatte auch ein Recht dazu. Aber ihre Klagen er⸗