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führte ihn mitten unter ſeine Höflinge, und ſagte zu ihnen: „Meine Herren, ich liebe Rosny mehr als je, und unſere gegenſeitige Freundſchaft iſt auf Leten und Tod befefligt.«
„Zu dieſem Zeitpunkte wurde Henriette Charlotte von Montmorencp, Tochter des Connetable, von der Madame von Montpenfier ihrer Tante, bei Hofe vorgeſtellt; jung und von glänzender Schönheit hefteten ſich Aller Blicke auf ſie, Alle brachten ihr ihre Huldigungen dar, und ſie flößte dem König jene wahnſinnige Liebe ein, welche den Reft ſeiner Tage vergiſtete.
„Verſchiedene Heirathsanträge wurden ihr gemacht, und der Connetable gab dem Condé, dem erſten Prinzen von Geblüt, den Vorzug; es war natürlich, daß dieſer Prinz die Bemühungen des Königs bemerkt hatte, und er zauderte daher dieſe Ehe zu ſchließen. Heinrich ließ ihn zu ſich rufen und ſagte zu ihm:»Sie können ſie heirathen, ohne in Bezug auf mich irgend einen Verdacht hegen zu müſſen.« Wir wollen zum Ruhme dieſes Monarchen glau⸗ ben, daß er aufrichtig war, als er dieſe Worte ausſprach; wenn er dem Prinzen von Condé hätte einen Fallſtrick legen wollen, ſo hätte er ja aufgehört, ein Mann von Ehre zu ſein: die Heirath fand Statt.
„Von dieſem Augenblicke an beunruhigten die Bemü⸗
hungen, die Belagerungen, ja ſelbſt die Unklugheiten des
Königs den jungen Gatten mit Recht; der König glaubte ihm dadurch die Augen ſchließen zu können, daß er ihn mit Ehrenbezeigungen und Geſchenken überhäufte; Condé ent⸗


