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zogen. Das hieß die Zuvorkommenheit denn doch wirklich weit treiben; er erlaubte den beiden Theilen, nach ihrem Wunſche ſich wieder zu vermählen.
„Das Wohl des Staates verlangte es, daß Heinrich einen Erben zurücklaſſe; ſein Miniſter und Freund be⸗ ſtimmte ihn dazu, Maria von Medicis, die Tochter Fran⸗ zens, ves Großherzogs von Toscana, zu heirathen. Dieſe Prinzeſſin beſaß Schönheit und ein gutes Herz, ſie war fortwährend unglücklich durch die Quälereien, welche ihr die zur Marquiſe von Verneuil erhobene Henriette d'En⸗ tragues bereitete.
„Nach der Geburt des Dauphins, jetzt Ludwigs Klll., wurde der neue Marſchall von Biron nach Brüſſel ge⸗ ſchickt; dort zettelte er mit dem Hofe von Madrid jene ſchwarzen Ränke an, welche ihm ſein Leben koſteten, wie wir es ſchon weiter vorn erzählt haben. Heinrich V. hatte ſeine Verdienſte und die ſeines Vaters nicht ver⸗ geſſen, er wollte ihm verzeihen, der Schuldige hatte Nichts weiter als Ein Wort zu ſagen. Er leugnete dieſem Fürſten gegenüber eine Verſchwörung hartnäckig ab, von welcher der König ſchriftliche Beweiſe in Händen hatte.»Leben Sie wohl, Herr Baron von Biron!« ſagte Heinrich entrüſtet zu ihm; dieſe letzten Worte des Königs waren auch zugleich ſein Todesurtheil.
„Die treuloſe Marquiſe von Verneuil und ihre ehrgei⸗ zige Familie hatten ſich mit in dieſe Verſchwörung einge⸗ laſſen. Der König ließ ſie verhaften, und vas Parlament leitete den Prozeß gegen dieſelben ein; ſie wurden zur


