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19. bis 21. Bändchen, Die heilige Ligue oder der Spion : 4. Band (1846) Der Spion
Entstehung
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Domini, welche von Pius V. veröffentlicht worden war, ihnen verbiete weltlichen Richtern zu gehorchen; das Par⸗ lament ließ dieſe Antwort verbrennen, erklärte die be⸗ treffende Bulle für ungiltig und verbot den Capuzinern zu predigen. Einige Jahre früher hätte ein ſolches Verbot die Blitze der Kirche auf das Haupt Heinrichs IV. herabbe⸗ ſchworen, aber Philipp II. beherrſchte nicht mehr den Hof von Rom, und der Papſt fing an den König von Frank⸗ reich zu fürchten; die Zeit iſt ja vie Beherrſcherin der Welt.

Um dieſe Zeit war es, als jene berühmte, anerkannte Maitreſſe Gabriele d'Eſtrées ſtarb, welche einen ſo großen Einfluß auf das Gemüth des Königs gehabt hatte, daß ſie die Anerkennung ihres Sohnes, des Herzogs von Ven⸗

döme, von ihm erwirkt hatte; der König Heinrich be⸗ 6 trauerte ſie ungeachtet ſeiner häufigen Untreue auf's Tieſſte.

Bald jedoch verfiel er unter die Herrſchaft Henriettens

d'Entragues, eines ränkevollen und boshaften Weibes, 4

welches ihm die Ruhe ſeines noch übrigen Lebens trübte; er hatte die Schwachheit, ihr ein ſchriftliches Eheverſpre⸗ chen zu geben, und Sully den Muth es zu zerreißen. Dieſer bürgerliche Miniſter beſtimmte Heinrich, ſeine Ehe mit Margaretha von Valvis aufzulöſen. Seit län⸗ gerer Zeit überließen ſich dieſe Eheleute einem ärgerlichen Zwieſpalte: ſie hatten einander verlaſſen und dann ſich wiedervereinigt, um ſich bald von Neuem zu verlaſſen; einander vollkommen überdrüſſig, waren Beide bereit eine Trennung zu verlangen, welche in der Wirklichkeit bereits

beſtand: der Papſt erklärte dieſe Ehe für ungeſetzlich voll⸗