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direct anzugreifen, aber ſie führten eine angeblich Beſeſſene vor, welche in den Straßen von Paris laut ſchrie, daß es außerhalb der katholiſchen Religion kein Heil gebe. Es fonnte freilich ein wenig ſonderbar erſcheinen, daß eine Ausgeſandte des Teufels es verſuchte, die Proteſtanten wieder auf den Pfad des Heiles zurückzuführen.
„Katharina, die Schweſter Heinrichs, hatte den refor⸗ mirten Cultus noch nicht abgeſchworen, und ſie hielt zu Paris in ihrem Palaſte eine öffentliche Kanzel, was durch das Edict von Nantes ausdrücklich verboten war. Dreißig bis vierzig Fromme, aufgehetzt von ihren Beichtvätern, durchzogen deshalb alle Theile der Hauptſtadt mit Cruci⸗. fixen und Roſenkränzen bewaffnet; ſie blieben an den Pforten der Kirchen ſtehen, verſammelten dort die Vor⸗ übergehenden um ſich und predigten. Endlich zogen ſie zu dem Präſidenten von Harlay, um von ihm Gerechtigkeit wegen des Attentats der Prinzeſſin Katharina zu verlan⸗ gen.„Ich werde Ihnen Gerechtigkeit widerfahren laſſen, meine Damen; Ihre Gatten werden vor den Gerichtshof beſchieden werden, und es wird ihnen befohlen werden, Sie eingeſperrt zu halten.“ Die Frommen kehrten nach Hauſe zurück.
„Aber die Beſeſſene trieb ihr Weſen fort. Duval, Doc⸗ tor der Sorbonne zu Paris, beſtärkte ſie noch in ihrer Tollheit; die Capuziner führten die Beſeſſene von Diözeſe zu Diözeſe umher. Das Parlament leitete einen Prozeß gegen ſie ein; ſie antworteten auf die Vorforderung, die ihnen übergeben wurde, daß die päpſtliche Bulle in coena


