Teil eines Werkes 
19. bis 21. Bändchen, Die heilige Ligue oder der Spion : 4. Band (1846) Der Spion
Entstehung
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über ihren gewöhnlichen Geſichtskreis hinausgingz ich be⸗

zeigte ihr auf das Deutlichſte meine Mißbilligung. Der Landamman, die erſte obrigkeitliche Perſon des Cantons, hatte ſich ſoeben zu uns geſellt, und er konnte vielleicht einige Worte Franzöſiſch verſtehen; die arme Kleine machte nun vor dem Bildniſſe eine tiefe, bis zur Erde reichende Verbeugung, und der Landamman bat ſie um die Er⸗ laubniß, ſie umarmen zu dürfen: er war ein feiner Kenner.

Alle Welt begeht Fehler, ſagte er zu ihr in ſehr

gutem Franzöſiſch,und es iſt immer ſchön, dieſelben we⸗ nigſtens wieder gut zu machen. Wir blieben alle Beide ſtumm vor Erſtaunen daſtehen.Sie haben ſich ohne Zwei⸗ fel ſchon eine Wohnung gemiethet? Wir waren in einem Wirthshauſe von ziemlich gutem Ausſehen abgeſtiegen und hatten, nachdem wir ein leichtes Mahl zu uns genommen, den Marktflecken und ſeine Umgebungen in Augenſchein genommen.

Es iſt ein äußerſt günſtiges Geſchick in einem fremden Lande, Jemanden zu finden, welcher unſere Sprache ver⸗ ſteht, daher knüpfte ſich alſo auch ſogleich ein Geſpräch an; der Landamman fragte uns, wer wir ſeien, woher wir kämen und wohin wir gingen.Dieſe Fragen, fügte er hinzu,ſind bei mir die Sache der bloßen Neugierde; ZJe⸗ dermann hat hier die vollkommene Freiheit zu thun, was er will, vorausgeſetzt, daß er ſich den Geſetzen des Landes unterwirft und die Anſichten der Einwohner nicht vor den Kopf ſtößt. Dieſe letzteren Worte richtete er hauptſäch⸗