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19. bis 21. Bändchen, Die heilige Ligue oder der Spion : 4. Band (1846) Der Spion
Entstehung
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fahrtsfeſte, feierte man die erſte Meſſe in dieſer Kapelle, und man zählte dabei noch hundertundvierzehn Greiſe, welche Tell gekannt hatten; man fährt fort in dieſer Ka⸗ pelle noch alljährlich eine Meſſe zu leſen, und dann iſt der Raum derſelben zu klein, um alle die Andächtigen zu faſſen, welche zu derſelben hinftrömen. Wir beteten vor der Thüre der Kapelle für die Aufrechterhaltung der ſchweizer Frei⸗ heit; ſie wird ſo lange unangreifbar bleiben, als die Schweizer ihre einfachen und reinen Sitten beibehalten werden.

Wir kehrten wieder in den Marktflecken zurück, und man enthüllte uns das Bild des großen Mannes, welches

in grober Manier nach der Natur gearbeitet war; das

iſt für die Bewohner von Altdorf das koßbarſte aller Denkmale, welche dem Andenken Tells gewidmet ſind, und aus eben dieſem Grunde iſt es auch das letzte, welches ſie den Fremden zeigen.

Unſere Führer näherten ſich demſelben mit den Mützen in der Hand; wir nahmen auch unſere Hüte ab, und ſie lächelten uns dafür freundlich zu.

Clara hatte dieſe verſchiedenen Gegenſtände mit ihrer gewöhnlichen Kaltblütigkeit betrachtet; Marianne, immer guter Laune, genoß Alles mit ihrem gewöhnlichen Ueber⸗ muthe, ſie lobte oder tadelte friſch heraus und auf gut Glück: zum größten Glücke hörte man nicht auf dieſelbe, davon war ich überzeugt. Sie erlaubte ſich ſogar das Bildniß Tells zu kritiſiren. Sie verfehlte niemals mich anzuſehen, wenn ſie einen Gedanken ausſprach, welcher