Teil eines Werkes 
19. bis 21. Bändchen, Die heilige Ligue oder der Spion : 4. Band (1846) Der Spion
Entstehung
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des Gemäldes konnte nämlich unſeren Blicken doch Nichts weiter als Felſen darbieten.

Ein leichter Windſtoß reinigte jetzt etwas die Luft, und wir ſahen nun den Rauch deutlich in Schlangenwindungen

in die Höhe ſteigen; wir ſtießen Alle mit einander einen

Schrei der Freude aus, und gingen nicht mehr, ſondern liefen.

Bald entdeckten wir die Spitzen der Rauchfänge, hun⸗ dert Schritte weiter bemerkten wir ſchon die Dächer, und endlich ſahen wir auch die Fenſter und die Thüren.

Wir zogen, vor Freude ſtrahlend, in das Dorf Waſen ein, die Bewohner deſſelben erriethen uns ſogleich; un⸗

ſere Anzüge waren zwar ſchweizeriſch, aber aus verſchie⸗

denen Cantonen, und wir hatten auch nicht einen einzigen aus dem Canton von Uri. Dieſe guten Dorfbewohner

ſahen ein, wie viele Beſchwerden wir als Fremde erlitten haben, von wie großer Angſt wir gefoltert worden ſein mußten, und ſie kamen daher in Maſſe heran, um uns ihre Hilfsleiſtungen anzubieten; in einem Augenblicke waren unſere Maulthiere ausgeſpannt, und wir wußten ſelbſt

nicht wohin geführt. Liebkoſende Hände erfaßten uns je

Zwei zu Zweien und führten uns in die Hütten, welche am verſprechendſten ausſahen; unſere Karren blieben auf dem freien Platze des Dorfes ſtehen, ſie waren da ſo gut aufgehoben, als bei uns zu Hauſe.

Man beeilte ſich uns Butter, Eier, Käſe und Molken anzubieten; wir hatten uns zwar feſt vorgenommen, dieſen

guten Schweizern niemals wieder zur Laft zu fallen, aber