Augen zu Boden und ſagte kein Wort mehr: ich habe es ſoeben ſchon geſagt, die Köpfe begannen ſich zu erhitzen, und der Pfarrer bemerkte das. Er ſtand auf und ergriff die Hände von Joſeph und Jutta:„Seid glücklich,“ ſagte er zu ihnen,„und möget Ihr lange leben unter den Kin⸗ dern, welche der Himmel Euch beſcheren wird. Joſeph, wenn Sie einen ſo unwiderſtehlichen Hang zur Jagd haben, ſo jagen Sie Murmelthiere, dieſes Vergnügen wird Sie keiner Gefahr ausſetzen; ich gehe ſehr häufig Freitags einen Murmelthierbau aufzuſuchen, und biswei⸗ len finde ich auch wirklich meinen Sonntagsbraten in dem⸗ ſelben. Holen Sie mich dazu ab, wir werden uns mit ein⸗ ander unterhalten und ich will Ihren Verwandten dann für Alles gut ſtehen.“
Er zog ſich zurück und ich folgte ym nach; ich hatte noch niemals von der Jagd auf Murmelthiere ſprechen gehört, und ich hatte keine Ahnung davon, daß man die⸗ ſelben eſſen könne: ich habe es gern, wenn ich meinen Geiſt mit neuen Begriffen bereichern kann, und ſo befragte ich
denn den guten Pfarrer. Er war eben nicht ſehr wortreich,
und ſein Latein nicht allzu richtig; indeſſen gelang es mir doch ſo ziemlich, die Aufſchlüſſe, welche ich von ihm wünſchte, zu erhalten.
Wir haben gewiß ſchon Alle Murmelthiere geſehen, und ſind wohl Alle der Anſicht, daß dieſes Thier der Natur eben nicht viel Dank ſchuldig ſei; es hat in ſeiner Geſtalt viel von dem Bären und von der Ratte, zwei Thierarten, welche eben nicht die find, die wir kennen.
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