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kleinen Anton und die kleine Antvinette auf den Schooß genommen, damit es ſich Clara und Marianne bequem machen konnten. Sie betrachtete die beiden Kinder mit gerührter Miene:„Sie werden ſchön werden,“ ſagte ſie, „ſo wie Joſeph und Jutta, und ſie werden ein Herz haben ſo wie dieſe.“—„O, mein lieber André, welch' ein licht⸗ voller Gedanke.“—„Ich habe ſchon einmal dieſen Ge⸗ danken da gehabt, mein Herr, aber es wäre nicht paſſend geweſen, wenn ich ihn zuerſt ausgeſprochen hätte.“
Dieſe guten Leute wußten aber noch lange nicht Alles; gegen das Ende des Frühſtücks legte ich dreißig Piſtolen in Gold auf den Tiſch.„Da,“ ſagte ich zu ihnen,„ſind Mittel, um die Wieſe des Vater Werdaff ein wenig abzu⸗ runden und zu bevölkern.“ Dieſe braven Bauern hatten aber noch niemals Gold geſehen; ſie beugten ſich über den Tiſch hin, ſie betrachteten unſere Piſtolen mit ganz er⸗ ſtaunten Mienen, und wagten es nicht ſie anzuſehen. Ich ſteckte funfzehn von denſelben Joſephen, und die funfzehn anderen Jutta in die Hände.
Die Alten fanden, daß unſer Rhone⸗Wein ausgezeich⸗ net ſei.„Wir wollen keine Zeit verlieren,“ ſagte André zu ihnen; s iſt ſchon lange Zeit her, daß wir nicht in der Meſſe geweſen ſind, ſo wollen wir denn heute eine Meſſe hören. Jeder möge erſt ſeine Sonntagskleider anziehen, und dann wollen wir hingehen und dem Herrn Pfarrer einen Beſuch machen; Bertrand, laß uns unſere Vorrathswagen abladen, denn unſere vier Karren werden uns nicht zu viel werden, um unſere ganze Geſellſchaft zu


