an wie Unglückliche, welche zu einer langwäßrenden Marter verdammt waren, denen man aber ſoeben ihre Begnadi⸗ gung verkündigt hat. Sie umarmten uns nun ihrerſeits. Ol wenn der Herzog von Guife nur den entfernteſten Be⸗ griffvon dem Glücke gehabt hätte, welches wir jetzt empfan⸗ den, ſo würde er Frankreich nicht unglücklich gemacht haben und ſelbſt jetzt noch leben.
Jutta entſchlüpfte uns, indem ſie wiederholte:„Er muß auf das Evangelium ſchwören!“ Es warleicht zu errathen, wohin ſie ging.
Es war Zeit zum Frühſtücken:„Bertrand, ſorge dafür.“ Ein alter aber reinlicher Tiſch wurde vor das Haus hin⸗ ausgetragen, der Tag war ſo ſchön und lebensvoll; wir wollten den Schöpfer deſſelben nicht aus den Augen ver⸗ lieren, und die Octoberſonne iſt eben auch nicht gerade ſengend. Nichtsdeſtoweniger war ſie doch noch im Stande, ſelbſt auf die beiden Alten einen belebenden Einfluß aus⸗ zuüben.
Wir ſetzten uns Alle mit einander zu Tiſche.„Wo iſt denn Joſeph?“—„O!“ ſagte die gute Mutter lachend, „er iſt gewiß da, wo Jutta iſt.“
Sie waren zu Zweien fortgegangen, kehrten aber zu Dreien zurück; der Vater Werdaff grüßte und umarmte uns nun ſeinerſeits, und ſegnete uns dann. Dieſe Huldi⸗ gungen da kommen wirklich aus dem Herzen; ſie ſind für Die, denen ſie dargebracht werden, ſüß, wenn ſie ſie ver⸗ dienen.
Wir frühſtückten ſehr fröhlich; die gute Alte hatte den


