Teil eines Werkes 
16. bis 18. Bändchen, Die heilige Ligue oder der Spion : 3. Band (1846) Der Spion
Entstehung
Einzelbild herunterladen

307

umſonſt, er entſchlüpfte unſeren Armen. Ich habe ſeine Sachen in ein Päckchen zuſammengepackt(in welches ich freilich kein Geld thun konnte, weil ich ſelbſt keines beſaß) und eikte damit dem Undankbaren nach; aber umſonſt, er war ſchon zu weit von uns entfernt.

Ich bin mit dem Tode im Herzen hierher zurück⸗ gekommen; mein guter Mann und ich ſind auf dieſe Bank hier zuſammengeſunken, und ſind regungslos hier ſitzen geblieben. Sehen Sie dieſen weißen Felſen dort unten, weit rechts hin? Hinter demſelben, der weniger hart als ſein Herz iſt, iſt er verſchwunden.

Er verläßt uns, er verläßt uns, und wir ſtehen ja ſchon mit einem Fuß in dem Grabe! Makleer kann nicht mehr arbeiten, wer ſoll uns ernähren während der weni⸗ gen Tage, welche wir noch zu leben haben werden?

Ich will es thun!rief ich aus.André, mein lieber André, mein Freund und Gefährte, fage mir, was ſollen wir denn nur thun?Nun, beim Teufel! eine Hei⸗ rath ſtiften, was denn ſonſt? Wir beſitzen viel mehr Geld als nöthig iſt, um in der Schweiz für reich zu gelten; laſſen Sie uns Segenswünſche aus dem Canton von Uri mit uns fortnehmen. O, wie lebhaft ich ihn umarmte! Marianne küßte ihm mit freudefeuchtem Auge die Hand; das Gute, welches man ſich erſt zu thun vornimmt, ge⸗ währt uns ſchon einen Genuß.

Wir nahmen Geld aus unſern Beuteln, ließen ein zweites Maulthier vor einen unſerer Karren anſpannen und eilten ſo der Colonne, welcher wir begegnet waren,

20*