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haben keinen Sohn mehr, ſagte er zu mir;»Du haſt Alles verloren« ſprach er zu Fauſtinen.»Hier iſt das Fell des wilden Thieres; ich habe Ludger gerächt, aber wir werden ihn nie wiederſehen.«
„Makleer hatte den Körper des Unglücklichen in Stücke zerriſſen und ſeine Waffe abgeſchoſſen gefunden; er mußte
den Bären gefehlt, oder aus zu großer Entfernung ge⸗ ſchoſſen haben: ohne Zweifel war ihm dann nicht mehr
Zeit genug geblieben, ſein Gewehr von Neuem zu laden. „Makleer verbarg indeſſen die blutigen Gliedmaßen in
einer Felſenhöhle, und eilte dann das Ungethüm aufzu⸗
ſuchen; er brauchte zu dieſem Zwecke eben nicht ſehr weit
zu gehen, der Bär kam ihm entgegen mit offenem und
flammendem Rachen. Der Zorn raubte Makleer'n indeſſen
doch nicht ſeine Beſonnenheit und ſeine Gewandtheit; er
erwartete das Thier feſten Fußes und ſtieß ihm ſeinen Speer mit ſolcher Gewandtheit in den Rachen, daß der⸗ ſelbe zu den Flanken wieder herausdrang.
„Makleer ließ nun ſeine Waffe im Stich, und über⸗ ließ das Thier ſeinem Todeskampfe; ſeine Vordertatzen zerbrachen zwar jenen Theil des Lanzenſchaftes, welcher zum Rachen herausdrang, aber die Wunde war tödtlich. Warum hatte denn der tapfere Mann nicht ſchon geſtern den Muth gehabt, den Kampf mit dem Bären zu beſtehen? Wenn das geſchehen wäre, ſo würde wohl Ludger heute noch leben; aber Makleer ahnte es nicht, daß ſein Sohn daran dachte, hinzugehen und den Bären anzugreifen. Es find nun zwanzig Jahre her, daß Alles dies geſchehen iſt,


