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„Sie kehrte ganz verweint zurück und warf ſich mir in die Arme; mein guter Makleer ſah hinter eine Kiſte, wo Ludger gewöhnlich ſeine Flinte aufbewahrte, ſie war nicht mehr da: ohne Zweifel war er am Abende zuvor ausge⸗ gangen, und hatte ſie irgendwo im Geſträuche verſteckt. Wir ſahen uns alle Drei lange Zeit an, Fauſtine und ich weinten; Makleer, deſſen Auge trocken und drohend war, ergriff ſeine Pike.»Setze Dich keiner Gefahr aus, lieber Vaterl« rief Fauſtine aus, nichtsdeſtoweniger ließ ſie ihn aber doch fortgehen; das arme junge Weib! ich meiner⸗ ſeits war allein nicht ſtark genug, um ihn zurückzuhalten.
„Der Tag verfloß; nur noch zwei Stunden, und die Nacht kam und raubte uns auch noch unſere letzte Hoff⸗ nung. Wir hatten zuſammen geweint, und es ſchien uns, als ob die Furcht uns unſere Kräfte wiedergegeben habe; wir wollten bis zu den Gletſchern emporſteigen, und doch ſahen wir uns genöthigt, uns ſchon ein paar Schritte vor der Hütte niederzuſetzen, denn wir befanden uns wirklich in einem bemitleidenswerthen Zuſtande.
„Wir betrachteten ohne Unterlaß dieſes Gebirge, auf welchem wir vielleicht Alles, was uns an das Leben knüpfte, verloren hatten. Ein Mann wurde in der Ferne ſichtbar, er kam auf uns zu; ſein Schritt war raſch, er ſchwang einen langen Stock im Kreiſe um ſeinen Kopf herum und trug überdies noch eine ſchwere Laſt.„Das iſt Makleer!« riefen wir alle Beide zugleich aus: ver bringt Ludger zu⸗ rück, der Unglückliche iſt verwundet.«
„In dem nächſten Augenblicke war et bei uns.»Wir


