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ſtand ſehr wohl, was mir die Augen der kleinen Marianne ſagten, die meinigen antworteten ihr; was kann ich dabei thun?
Wir ſtanden im Begriffe in das Thal von Großſchenen einzuziehen, da bemerkten wir in geringer Entfernung von unſerem Wege eine mit Stroh gedeckte Hütte; eine Ziege befand ſich auf dem Dache derſelben und ſuchte zwiſchen den Strohhalmen irgend Etwas, was ihr zur Nahrung dienen könnte; fünf bis ſechs Hühner hüpften und gacker⸗ ten um die Hütte herum. Ein Greis und ſein Weib ſaßen mit einander vor der Thüre auf einer Bank; der gute Alte hatte einen Arm um ſein Weib geſchlungen und drückte ſie an ſein Herz, die andere Hand hielt ihren auf die Bruſt geneigten Kopf in die Höhe. Die Frau, welche ebenfalls ſchon ſehr alt war, ſchlug nun ihre thränenfeuchten Augen zum Himmel empor; dann heftete ſie dieſelben ſehr häufig auf den Weg, auf welchem wir herankamen, und trotzdem ſah ſie uns nicht einmal.
„Sie weint!“ rief Marianne aus, ſie ſprang zur Erde und lief auf die gute Frau zu.„Marianne hat ein ſehr gutes Herz,“ dachte ich,„und dieſe Eigenſchaft kann es wohl entſchuldigen, daß..—„Die Frauen,“ ſagte André, „nehmen ſchon ſehr zeitig die Gewohnheit des Leidens an, und es iſt äußerſt ſelten, daß ein phyſiſcher Schmerz ihnen Thränen entreißt; dieſe guten Leute ſind ohne Zweifel in tiefe Betrübniß verſunken.“ Ich ſtieg ab, Gertrude folgte mir auf Schritt und Tritt nach. „Frage ſie,“ ſagte ich zu dieſer Letzteren,„wie es in
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