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vas nicht mehr länger aushalten; ich dankte ihm ſehr höf⸗ lich für ſeine Gefälligkeit, erklärte ihm jedoch, daß meine Geiſteskräfte nicht ſtark genug ſeien, um eine drei Stun⸗ den lange wiſſenſchaftliche Unterhaltung auszuhalten. Ich geſtand ihm ganz beſcheiden ein, daß der hauptſächlichſte Zweck meines heutigen Beſuches der geweſen ſei, ihn um gewiſſe Aufſchlüſſe über die Gemſen und über die ent⸗ ſchloſſenen Männer, welche dieſelben jagen, zu bitten. „Nichts leichter als das,“ meine Herren.„In meiner früheſten Jugend habe ich ſowohl die einen als auch die anderen nahe genug geſehen; ich habe ſelbſt zuweilen den Querſack eines mir befreundeten Jägers getragen, freilich nur bis zu einer Höhe, von welcher herab ein Sturz nicht ſehr gefährlich werden konnte.“ Folgendes iſt die Ueberſicht dieſes letzteren Theiles unſerer Unterhaltung: Man findet in den Alpen zweierlei Arten von Gemſen. Die kleinere Art bewohnt die Alpen der Dauphiné, aber die größere Race hält ſich nur in den hohen Alpen mitten unter den Gletſchern auf;z der Gang dieſer Race iſt edler, der Kopf ſchöner, die Augen lebhafter. Die Gemſe iſt ein wenig größer als die Ziege; ſie hat Hörner ſo wie die letz⸗ tere, aber ſie iſt viel ſtärker und gewandter; der ſtärkſte Mann wäre nicht im Stande, eine nur ſechs Wochen alte Gemſe bei ihren Hinterfüßen im Laufe aufzuhalten. Sie ſetzt mit einem einzigen Sprunge über einen ſtaunener⸗ regenden Raum hinweg, erklimmt die allerſteilſten Gipfel, ſtürzt ſich von den höchſten Felſen hinab, ohne Furcht und ohne ſich auch nur den geringſten Schaden zuzufügen⸗ unp


