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indem er zu mir ſagte;„Unſere jungen Mädchen plaudern nur mit ihren Eltern, mit den ganz vertrauten Freunden ihrer Familie, aber niemals mit Fremden, und ich glaube, daß die guten Sitten dabei nur gewinnen können.“ Hier handelte es ſich ja aber gerade um die guten Sitten! Dieſer Mann hat doch die Leidenſchaft von Allem zu ſchwatzen.
„Was die jungen Mädchen betrifft,“ fügte er hinzu,
„nicht wahr, ſo nennt man dieſelben in Frankreich gewöhnlich Fräuleins?“—„Faſt immer, und beſonders wenn ſie hübſch ſind.“—„Alſo find die Töchter eines Herzogs und Pairs von Frankreich, und ſeines Schuhmachers gleicherweiſe Fräuleins; das iſt ja erbärmlich.“—„Ich weiß das ſehr wohl; aber in Ländern, die in Knechtſchaft verſunken ſind, läuft man Auszeichnungen ſehr nach: und wenn dieſelben einmalfeſtgeſtellt ſind, ſo muß man ſich ihnen unterwerfen. Ich werde davon in Paris ſprechen, wenn ich dorthin zurückgekehrt ſein werde.“ Andrs war fertig geworden, und legte ſeine Berech⸗ nung dem Paſtor vor; dieſer machte die Probe darüber, ſtand auf, ergriff die Hand des Berechners und drückte ſie ihm ſo ſtark, daß er beinahe laut aufſchreien mußte, mit den Worten:„Recte, optime, mirifice!“
Dieſer Menſch hier war wirklich unermüdlich; er wollte uns die Regierungen der verſchiedenen Cantone kennen lehren, welche zwar alle freie ſind, die aber doch in der
Art und Weiſe der Verwaltung in gewiſſen Beziehungen von einander abweichen. Aber bei meiner Treu, ich konnte 3 Biblioth. 355 Boch. 19


