— 34—
dige Dich in dem Dorfe, ob meine Leute nicht allzuviel Unfug treiben. Ich halte auf gute Mannszucht und weiß ſie aufrecht zu erhalten. Etwas zum Abendeſſen, Etwas zum Abendeſſen!“
André ging fort und der Capitän verſchlang Alles, was man ihm vorſetzte, Gutes ſo wie Schlechtes. Er trank wie ein Schwamm und zwei Stunden ſpäter hatte er das furchtbarſte Fieber. Ich ließ Bertrand bei ihm zurück und ging, um Colomben wieder aufzuſuchen, die ſich noch kaum von dem Schrecken erholt hatte, welchen ihr dieſer merkwürdige Abend verurſacht hatte.
André kam wieder zurück und ſagte uns, daß ſich in Arpajon Alles in der größten Verwirrung befinde.„Wiſſen Sie, mein Herr, was das Endergebniß von alle Dem ſein wird? Wenn dieſe Raſenden da fort ſind, werden die Bewohner von Arpajon Ihr Schloß in Brand ſtecken.“ Das war in der That nicht unmöglich, und man kann nicht ſchlafen, wenn der Geiſt ſtark beſchäftigt iſt. Wir ſchloſſen auch nicht ein Auge zu.
Gegen die Mitte der Nacht kam Bertrand und rief mir durch das Schlüſſelloch zu, daß der Capitän gleich ſterben werde. Ich ſtand auf, rief Javotte und ließ eine Kanne voll Waſſer für ihn auf das Feuer ſetzen. Der Capitän hatte eine unüberwindliche Abneigung gegen das Waſſer und weigerte ſich Etwas davon zu trinken. Javotte und Bertrand hielten ihm den Kopf und ich füllte ihn mit Hilfe eines Trichters ganz mit warmen Waſſer voll; bald ſuchte ſich die Natur einen Ausweg. Das warme Waſſer und das


