rend dieſes ſchöne Kind hier ſich indeſſen mit unſerem Abendeſſen beſchäftigen wird.“ Und er ſchoß fort wie ein Blitz; ich lief ihm auf Schritt und Tritt nach, ich folgte ihm von Zimmer zu Zimmer, und endlich fanden wir die arme Colombe in einem kleinen ziemlich finſteren Vorzim⸗ merchen, in welchem ſie ſich in Sicherheit glauben mußte, zuſammengekauert.
Er ſtand im Begriffe, ſie wie Clara, und vielleicht noch ſchlimmer zu behandeln; ich hielt ihn bei ſeinem Man⸗ tel auf.„Capitän, ich habe mich nur für mich allein ver⸗ heirathet!“—„Ohne Zweifel, aber zwiſchen guten Freun⸗ den iſt Alles gemeinſchaftlich.“—„Ich will nun nicht mehr Deputirter werden.“—„Du wirſt es auch gegen Deinen Willen werden.“—„Wenn Sie meine Gemahlin auch nur mit einer Hand berühren, ſo ſtoße ich Ihnen meinen Degen durch den Leib.“—„Ah! Du biſt alſo ein Eiſen⸗ freſſer, da bin ich auch Dein Mann; en garde.“
Colombe ſtößt ein lautes Geſchrei aus, aber bevor ſie ihr Verſteck noch verlaſſen, hatte der Capitän ſchon einen Degenſtich erhalten, welcher ihm den Schenkel von einer Seite zur andern durchbohrt hatte; er war genöthigt, ſich auf den Fußboden niederzuſetzen, und zwar aus dem ein⸗ fachen Grunde, weil ſich kein Seſſel hinter ihm befand. „Teufel,“ ſagte er zu mir,„Du biſt tapfer, Du verdienſt es der heiligen Ligue anzugehören.“
Ich trug Colomben fort, und ſchaffte ſie in das enifernt gelegenſte Zimmer des Hauſes; ich ſchloß die Thüre deſſel⸗ ben durch zweimaliges Umdrehen des Schlüſſels ab, und


