Um nun meinen augenblicklichen Plan zur Ausführung zu bringen, blieb mir nur noch übrig, zu erfahren, ob es überhaupt Wild auf meinem Gute gebe.
Ich fragte Thomas.„Mein Herr,“ ſagte er zu mir, „es würde hier Rebhühner und Kaninchen im Ueberfluſſe geben, wenn die Bewohner von Arpajon nicht immer in der günſtigen Jahreszeit wilddieben hierherkämen.“— „Elende Bauern wagen es, Das mit Füßen zu treten, was noch von der Feudalherrſchaft, einer bewunderungswürdi⸗ gen Herrſchaft, die man wieder in ihrem ganzen Glanze herſtellen ſollte, übrig geblieben iſt? Ich werde aus mei⸗ nem Stallknechte einen Waldhüter machen und werde ihm befehlen, einen Jeden, der es wagt, mit einer Muskete in ver Hand auf meinem Gebiete zu erſcheinen, ins Gefäng⸗ niß zu ſchleppen.“—„O mein Herr, dieſe Wilddiebe ha⸗ ben auch nicht Einen Schuß auf Ihrem Gebiete gethan, ſeitdem Sie hier wohnen; übrigens ſind es Unglückliche, welche hierherkommen, einige Stück Wildpret zu tödten, um ſie auf dem Markte zu verkaufen und ihren Weibern und Kindern dafür Brot zu ſchaffen.“—„Das ändert die Lage der Dinge freilich weſentlich. Ich bin ſtolz, Thomas, aber ich bin nicht unempfindlich gegen die Pflichten, welche mir die Menſchlichkeit auferlegt. Die Armenmögen immer⸗ hin auf meinem Gebiete jagen, aber ſie ſollen mir erſt ein Zeugniß ihrer Armuth vorlegen und zwar eines, welches nicht von dem Landrichter, ſondern von dem Pfarrerunter⸗ zeichnet ſein muß. Die Pfarrer kennen die Gewiſſen ihrer Pfarrkinder aufs Genausſte, und ſie bllein ſollten sigentlich


