noch nicht daran, meine Richter durch meine Aufrichtig⸗ keit zu entwaffnen: Sie wiſſen, mein Herr, daß ich nie⸗ mals verzweifele; ich nannte Herrn de la Tour.“
Bei dieſen Worten fühlte ich ein Lächeln der Zufrie⸗ denheit um meine Lippen ſchweben.
„Man ſchrieb unter Ihre Denkſchrift eine in den ſchmei⸗ chelhafteſten Ausdrücken abgefaßte Erlaubniß, ſie zu drucken und zu vertheilen; das war ſehr viel für Sie, mein Herr, aber für mich war es noch nicht genug: ich rief Madame Scaramuz wieder in das Gedächtniß der Doctoren zurück.
„Wir wollen der ganzen katholiſchen Welt verkündi⸗ gen,« ſagte der Dekan mit Wichtigkeit,»was die erhabene Sorbonne von dieſen Prieſtern Baals denkt, welche es ſich herausnehmen, Söhne Iſraels mit Töchtern der Ma⸗ dianiten zu verbinden. Wir wollen dieſem Manne ein authentiſches und motivirtes Gutachten übergeben, welches ihn für frei, vollkommen frei erklärt; wir wollen alle ka⸗ tholiſchen Prieſter auffordern, ihn als Dies zu betrachten und ihn nach den Geſetzen der Kirche zu trauen, wenn er mit einem Frauenzimmer an den Fuß des Altares tritt, welches, ſo wie er, in unſerer heiligen Religion erzogen worden iſt und nachdem er ſich vorläufig durch das heilige Sacrament der Beichte von dem Verbrechen des Concubi⸗ nats wird gereinigt haben.«
„Der alte Doctor ermahnte mich dann, in meiner Beichte auch die Sünde der Lüge nicht zu vergeſſen, welche ich vor der ehrwürdigen Verſammlung begangen hatte;


