Teil eines Werkes 
13. bis 15. Bändchen, Die heilige Ligue oder der Spion : 2. Band (1846) Der Spion
Entstehung
Einzelbild herunterladen

triumphirend in mein Schloß zurück; ich ſah mit unaus⸗ ſprechlichem Vergnügen, daß er außer den andern guten Eigenſchaften, die ich ſchon an ihm kannte, auch ein ſehr gutes Herz beſaß.

Nachdem er einen Augenblick ausgeruht hatte, begann er die Geſchichte ſeiner Reiſe zu erzählen; Clara ließ ihre Nadel fallen und neigte den Kopf vor, um beſſer zu hören: ſie fürchtete, auch nur ein Wort zu verlieren.

Mein erſtes Geſchäft, als ich bei Mortier anlangte, war das, bei der Sorbonne eine Bittſchrift einzureichen, in welcher ich um die Erlaubniß nachſuchte, eine theologiſche Denkſchrift gegen den Bearner drucken laſſen zu dürfen. Dieſer Titel reizte die Neugierde der Herren Doctoren; ſie erwiderten mir augenblicklich, daß die Abſicht des Schriftſtellers zwar lobenswerth ſei, aber daß ſie den Druck des Werkes nicht geſtatten könnten, bevor ſie es nicht ge⸗ hört hätten, und daß ich mich daher am nächſten Tage um acht Uhr Morgens in die Verſammlung der Sorbonne zu begeben hätte.

Ich fand meine Doctoren in langen ſchwarzen Talaren zirkelförmig um einen Tiſch herum ſitzend, vor welchem mich gleichfalls niederzuſetzen der Alterspräſident durch ein Zeichen der Hand einlud.

Man lieſt immer ein Werk, von deſſen Werthe man überzeugt iſt, mit Vertrauen vor, und ich hielt das Ihrige für ein Meiſterwerk. Hier glaubte ich den Erzähler durch eine tiefe Verbeugung unterbrechen zu müſſen.Ich fühlte mich aufgemuntert ſowohl durch Das, was ich las, ſelbſi,