Teil eines Werkes 
13. bis 15. Bändchen, Die heilige Ligue oder der Spion : 2. Band (1846) Der Spion
Entstehung
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betreten, und zwar bei Strafe als Verbrecher der belei⸗ digten Majeſtät verfolgt zu werden.

Der Herzog von Guiſe hatte meine Achtung und meine Zuneigung verloren, ſeitdem ich den Beweis erlangt hatte, daß er keine Religion beſitze, und ſeitdem ich wußte, daß er nur ein Ehrgeiziger ſei, welcher auf ein Verbrechen ſinne, das er doch nicht einmal den Muth hatte auszufüh⸗ ren. Meine beſten Wünſche in dieſem Augenblicke der Entſcheidung galten dem Könige.

Herr Richvur theilte meine Meinung nicht.Mein lieber Nachbar, ſagte er zu mir,ein jeder Grundbeſitzer muß auf die Erhaltung Deſſen, was er hat, bedacht ſein. Es liegt alſo unzweifelhaft in ſeinem Intereſſe, ſich an die ſtärkere Partei anzuſchließen, und die des Herzogs von Guiſe muß unfehlbar triumphiren.

Ich ließ ihn ſprechen ſo viel er wollte, denn ich wollte mich mit ihm in keinen politiſchen Streit einlaſſen. Faſt immer werden dabei die beiden Streitenden heftig und hitzig, ſie ſagen ſich zuweilen Beleidigungen, und trennen ſich dann, ohne daß weder der Eine noch der Andere Etwas dabei gewonnen hätte.

Die Glocke rief uns zum Mittagseſſen. Ich führte Herrn Richvur in den Speiſeſaal; aber ich ſah unſere anderen Gäſte nicht; man mußte ſie ſuchen gehen. Colombe traf Madame Richour auf der Höhe des Thurmes, wie ſie ſich die Seiten hielt und lachte um den Athem zu verlie⸗ ren. Sie hatte geſehen, wie ein Windmühlenflügel einen Eſel durch ſeinen Schwung fortriß und mit ſich herum⸗

Biblioth. 326 Boch. 17