Teil eines Werkes 
13. bis 15. Bändchen, Die heilige Ligue oder der Spion : 2. Band (1846) Der Spion
Entstehung
Einzelbild herunterladen

ſuchen Sie ihn ſelbſt, Herr Juftin.Gut, dachte ich mir,er hat ſchon Verdacht; er wird dieſe Dinge in Ord⸗ nung bringen und ich werde doch Richts geplaudert haben; man muß ſich zuweilen damit begnügen, nur eine Neben⸗ rolle zu ſpielen.

Ich hatte nicht ſehr große Eile mit dem Haushofmeiſter zu ſprechen. Ich hielt mich an dem unteren Ende der Treppe auf. Ich wollte die Entwickelung der Scene er⸗ fahren, welche höchſt wahrſcheinlich oben geſpielt wurde; das war doch ſehr natürlich.

Juſtin kam ſchnell wieder herab. Seine Tochter ging vor ihm her; ſie war roth wie eine Kirſche. Indeſſen hatte doch ihr hohes Mieder und die Spitzen, welche daſ⸗ ſelbe umſäumten, Nichts von ihrer Friſche verloren. Uebri⸗ gens glaube ich doch, daß es hohe Zeit war, daß Juſtin anlangte.

Er führte ſeine Tochter, ich weiß ſelbſt nicht wohin, und der Marſchall erſchien bald darauf. Er hatte die Ruhe und Würde eines bevollmächtigten Geſandten, und nahm die Maske wieber auf, die er eben abgelegt hatte. Was machen Sie da, mein Herr? ſagte er mir ſo barſch als nur immer möglich. Ein Großer verzeiht es ſeinem Untergebenen nie, ihn ſchwach geſehen zu haben.Warum ſind Sie nicht in den Ställen? Sie haben die Leidenſchaft Alles zu ſehen und Alles zu hören. Sie hat Ihnen zu Etampes geſchadet, Sie wird Ihnen zu Bergerac verderb⸗ lich werden, wenn Ihnen ein vorlautes Wort entſchlüpft.

Gehen Sie, gehorchen Sie und erſcheinen Sie nicht vor