Teil eines Werkes 
13. bis 15. Bändchen, Die heilige Ligue oder der Spion : 2. Band (1846) Der Spion
Entstehung
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mir, außer wenn ich Sie werde rufen laſſen. Halt, ſchicken

Sie mir Quentin. Die Verſchwiegenheit, welche mir der Marſchall bei ſo ſchwerer Strafe anbefahl, war mir ein Beweis für ſeine Abſichten auf Clotilde, und daß er ſie in einem Grade liebe, um den Kopf zu verlieren; er hätte unter allen an⸗ dern Umſtänden über einen Zufall geſcherzt, welcher jetzt ſeinen Zorn anfachte, und den er durch eine Miene von Unbefangenheit als ganz und gar bedeutungslos hätte darſtellen können. Mit lächelndem Munde hätte er vor mir erſcheinen müſſen, aber der Menſch überlegt in der Leidenſchaft Nichts.

Juſtin beging einen andern Fehler. Er ſchickte ſeine Tochter zu einer Verwandten, welche grenzenlos plauder⸗ haft war. Zwei Stunden ſpäter waren der Marſchall und 1 Clotilde das Stadtgeſpräch.

Quentin ſchlich ohne Unterlaß um das Haus herum, welches das junge Mädchen einſchloß. Alle Weilt bemerkte

es, und ich meinestheils dachte mir, daß er einer von jenen Dienern ſei, welche eine Hand voll Gold für die Er⸗ niedrigung entſchädigt, welche ihr Herr auf ſie häuft.

Ich war verpflichtet über die Pferde zu wachen, und dieſe Beſchäftigung iſt eben keine ſehr angenehme. Ich wurde für mein Mißgeſchick zu meiner größten Zufrieden⸗ heit dadurch entſchädigt, daß ich Alles erfuhr, was vor⸗ ging. Die Bedienten ſind Spione gegen ihre eigenen Herren. Ich erfuhr, daß Montpenſier und Villeroi den

WMarſchall neckten, daß der König von Navarra ihm zu Viblioth. 328 Boch.