Teil eines Werkes 
13. bis 15. Bändchen, Die heilige Ligue oder der Spion : 2. Band (1846) Der Spion
Entstehung
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Elotilden zurück, um meine neuen Liebesgedanken ihr au⸗ zuvertrauen; ich fand ſie neben dem Marſchallſitzen. Er hielt eine ihrer Hände feſt und ſprach mit Lebhaftigkeit zu ihr. Er erröthete, als er mich ſah. In einem ſolchen Falle erröthen, heißt ſich für ſchuldig bekennen. Und doch liebt er die Marſchallin ſo ſehr. O, ich ſehe wohl ein, was es iſt! Gewiſſe Männer haben auch zwei Arten von Liebe: die Liebe der Pflicht, und die Liebe des Herzens.

Mein Herr, ſagte er zu mir,unſere Pferde und unſere Wagen ſind dem guten Willen unſerer Bedienten überlaſſen; ich übertrage Ihnen die Pflicht dieſelben zu überwachen. Gehen Sie und ſagen Sie meinem Haushof⸗ meiſter, er möge Sie auf eine Art und Weiſe einquar⸗ tieren, welche Ihnen die Erfüllung dieſes Amtes, das ich Ihnen hiermit übertrage, erleichtert. Der wahrhafte Grund, welcher den Marſchall beſtimmte, mich zu entfer⸗ nen, war nicht ſchwer zu errathen.

Die Rechte der verletzten Gaftfreundſchaft, Mitleid mit einem jungen Mädchen, welches an den Rand des Verderbens geführt wurde, die Achtung, die Dankbarkeit, die Zuneigung, welche ich der Frau Marſchallin ſchuldete, Alles dies ſchrieb mir gebieteriſch vor, den Ereigniſſen, welche ich befürchtete, zuvorzukommen. Ich beſchloß, Juſtin von dem was vorging in Kenntniß zu ſetzen.

Ich begegnete ihm auf der Treppe, welche zu dem Zim⸗ mer ſeiner Tochter führte; er hatte eine ſorgenvolle Miene.Herr Capitain, wo iſt Clotilde?In ihrem Zimmer.Und der Marſchall?Sehen Sie zu,