Teil eines Werkes 
13. bis 15. Bändchen, Die heilige Ligue oder der Spion : 2. Band (1846) Der Spion
Entstehung
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Saurignh getroffen haſt.Verzweifeln, mein Herr! da gilt's, nicht länger zu zaudern, deſertiren Sie, und gehen Sie nach Biron.Nein, mein Freund, ich werde nicht deſertiren. Aber der Marſchall liebt ſeine Ge⸗ mahlin zärtlich. Gehe ab, und eile dieſer Dame zu hin⸗ terbringen, daß wir uns hier längere Zeit aufhalten, und daß Monſeigneur ſich glücklich ſchätzen würde, ſie bei ſich zu ſehen. Ich werde Dir einen Brief an Colombe mit⸗ geben, Du wirſt ihr denſelben vorleſen, und wenn die Marſchallin ſich weigert, Dir hierher zu folgen, ſo wirſt Du ihr von Derjenigen ſprechen, die mir ſo theuer iſt. Du wirſt ſie ſprechen hören, verliere nicht ein Wort von Dem was ſie ſagen wird, nicht Ein Wort, mein lieber André. Gehe, reiſe fort, und möge Deine Rückkehr bald alle meine Wünſche erfüllen. Ich gab ihm Geld, er ſtieg zu Pferde und verſchwand.

Ich ging bei Herrn Juſtin aus einem Zimmer in das andere, und dachte dabei immer nur an Colombe. Ein junges Mädchen von ungefähr ſiebenzehn bis achtzehn Jahren ging ab und zu, gab ihren Bedienten Befehle, und ſorgte dafür, daß ſie ausgeführt wurden. Sie trug an ihrem Gürtel einen Roſenkranz, welcher meine Aufmerk⸗ ſamkeit auf ſich zog.Es iſt eine Katholikin, dachte ich, und dieſer Gedanke bewog mich, mich ihr zu nähern und ſie anzureden. Es war Fräulein Clotilde, die einzige Tochter des Herrn Juſtin. Sie war lebhaft, ſchelmiſch, ausgelaſſen, und mußte Jedem, der Colombe nicht kannte, reizend erſcheinen. Ein hübſches Geſicht übt immer eine