Teil eines Werkes 
13. bis 15. Bändchen, Die heilige Ligue oder der Spion : 2. Band (1846) Der Spion
Entstehung
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Die Bevollmächtigten beeilten ſich den König von Na⸗ varra zu begrüßen, welcher ſie in ſeiner Wohnung erwar⸗ tete. Ich ſah ihn wieder dieſen furchtbaren Menſchen. Er übte auch auf Ihre Herrlichkeiten den Einfluß aus, dem man ſich faſt unmöglich entziehen kann, ſobald man ſich ihm nur nähert. Dieſe erſte Zuſammenkunft war einzig Ceremonien gewidmet und dauerte nur eine Viertelſtunde. Der König von Navarra ſtand dann auf, näherte ſich den Geſandten Heinrich des Dritten, plauderte vertraulich mit ihnen, und ließ einige von jenen ſo einfachen, ſo natürli⸗ chen geiſtreichen Gedanken fallen, von denen man ſich wun⸗ dert, nicht ſelbſt auf dieſelben gekommen zu ſein. Dann gab er ſich den Gefühlen ſeines Herzens hin, und Thränen ſtanden in Aller Augen.Heinrich von Navarra iſt kein Menſch, dachte ich,ein Gott oder ein verführender Geiſt der Hölle hat ſeine Geſtalt angenommen, um die Menſchen zu verleiten und zu verderben. Ich floh hinweg, denn ich fühlte, daß ich auch auf dem Punkte ſtand, zu weinen.

Ich überſchaute im Geiſte Alles, was ich ſeit meiner Ankunft in Bergerac geſehen und gehört hatte, und nur die Erinnerung an Colombe verſcheuchte die finſteren Ge⸗ danken, die mich verfolgten.

Die Unterhandlungen werden lange dauern, hatte der König von Navarra geſagt, und der Marſchall hatte mir verboten, mich von ihm zu entfernen.André, ich bin hier wie auf Nadeln! Ich muß ſie wiederſehen, oder ich verfalle wieder in die Verzweiflung, in der Du nich zu