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einfach gekleidet, aber er beſitzt gute Waffen und verſteht es, dieſelben zu gebrauchen. Er geht oft allein aus, und die Einwohner von Bergerac umgeben ihn, drängen ſich um ihn, ſegnen ihn und bewachen ihn. Das iſt der Luxus in ſeiner Ari.“
—„Mein Herr, es giebt keinen Katholiken, der ſich nicht glücklich ſchätzen müßte, ſo hervorragende Eigenſchaf⸗ ten in ſich zu vereinigen, aber bei einem Hugenotten ſind es nur falſche Tugenden.“—„Herr Hauptmann, Sie ſind noch ſehr jung, und Ihr Alter iſt das der Begeiſterung, die Zeit und die Erfahrungen werden Sie auf andere Gedan⸗ ken bringen.“—„Herr Juſtin, ich hoffe, daß mein Schutz⸗ heiliger mir die Gnade erweiſen wird, mich in denen zu beſtärken, die ich einmal angenommen habe.“
Ich ſtieg auf die Wälle, und ich ſah in einiger Entfer⸗ nung den Zug, welcher in guter Ordnung näher kam. Der Baron von Rosny hatte die Geſchütze herrichten laſſen und begrüßte die Herren Bevollmächtigten zuerſt mit einer Salve. Ich ſtieg zu Pferde und ritt ihnen entgegen.
Ich legte ihnen über Das, was ich gethan hatte, Rechen⸗ ſchaft ab, und ſie bezeigten mir offen ihre Zufriedenheit; der Donner der Kanonen hatte ſie in fröhliche Laune ver⸗ ſetzt. Ich benutzte dieſen Augenblick, um ihnen eine heil⸗ ſame Warnung zu geben:„Meine Herren, ich beſchwöre Sie, mit dem König von Navarra ſo wenig als möglich umzugehen. Er hat mich verführt, mich, der ich die Ehre habe jetzt mit Ihnen zu ſprechen, und wenn Sie ſich nicht ſehr in Acht nehmen, ſo werden auch Sie ſeiner Verfüh⸗


