Teil eines Werkes 
3. Theil (1828)
Entstehung
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traurige Cataſtrophe ihr unbewußt vorübergehen möchte. Aber es iſt ſeltſam, obwohl es nichts als Zufall ſeyn kann: in der Nacht ſeines Todes, ge⸗ gen den Morgen, fuhr ſie auf einmahl aus dem Schlummer empor, nannte ſeinen Nahmen, ſah uns alle ſtarr an, und ſagte: Jetzt iſt er todt! Wir ſuchten ihr dieſe Vorſtellung zu benehmen; ſie blieb ruhig auf ihrer Behauptung, fragte, welche Zeit es wäre, und ſchwieg zuletzt mit einem ſonderbaren Lächeln. Als Apelles eintrat, ſagte ſie ihm die Stunde, in der ihrer Meinung nach ihr Mann ge⸗ endet hatte. Er war erſtaunt; denn ſie traf ziem⸗ lich mit der Wahrheit zuſammen. Apelles mußte ihr alle Umſtände, jeden Blick, jedes Wort, jede Bewegung ihres Gemahls wiederhohlen; in dieſer traurigen Beſchäftigung, die mir ſo ganz zweckwi⸗ drig vorkam, ſchien ſie Troſt zu ſuchen, und fand ihn wirklich. Seit dem iſt ſie ſich immer gegenwär tig, ſie faßt ſich mit unglaublicher Kraft, ſie iſt ſtill, beynahe wortlos, aber ſie iſt bey Weitem nicht ſo gebeugt und zernichtet, als ich es bey ihrem Charakter fürchtete. Woher kommt dieſem ſonſt ſo zagenden Weſen dieſer Muth, woher die Kraft, oh⸗ ne den zu leben, der ihr einſt ſo ganz unentbehr⸗ lich zu ihrem Daſeyn ſchien? Sollte ich glauben, daß dieß die Wirkung der Schwärmerey, der Religion Agath. 1II. Th. 20