Teil eines Werkes 
3. Theil (1828)
Entstehung
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Tiridates und Apelles, ein chriſtlicher Prieſter, waren den letzten Tag viel bey ihm. Er war ge⸗ faßt, und ſogar heiter, wenn die Rede nicht auf ſeine Frau fiel. Den Abend wendete er an, um Brie⸗ fe zu ſchreiben, legte ſich dann ſchlafen, und ſchlief noch ſehr ruhig, als Tiridates gegen den Morgen in ſein Gefängniß trat. Die Lictoren kamen bald darauf. Eine leichte Bewegung war in Agathokles Zügen ſichtbar, dann ſtand er ruhig auf, umarmte ſeine Freunde, gab Tiridates ein letztes Lebewohl an ſeine Hinterlaſſenen auf, und folgte den Licto⸗ ren. Seine vertrauteren Selaven empfingen ihn an der Thür des Gefängniſſes; die Treuen wollten ihren geliebten Herrn noch ein Mahl ſehen. Er re⸗ dete gütig mit ihnen, gab den meiſten die Freyheit, und verwies ſie auf ſein Teſtament, das er im Ker⸗ ker geſchrieben hatte, und jetzt Tiridates übergab. Dann beſtieg er das Todesgerüſt, bethete mit ſtil⸗ ler Rührung und ſo verließ der Schatten des edelſten Mannes die Erde, die ſeiner nicht werth war. O mein Bruder! Nie, nie wird dieſer unge⸗ heure Verluſt ſeinen Verlaſſenen, Freunden erſetzt werden!

Theophania war, ſeit dem Abſchied ihres Man⸗ nes, wenig bey ſich geweſen. Wir wünſchten ſehr, daß dieſer Zuſtand noch eine Weile dauern, und die