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mahlte ſich in den zerſtörten wilden Zügen. Er woll⸗ te ſeinen Arm um mich ſchlagen; ſeine Ketten ver⸗ hinderten es. Ich ſchlang ſie um mich, und ſo von klirrenden Feſſeln umgeben, und ſelbſt durch die Seltenheit dieſer Lage noch mehr geſpannt, warf ich mich von Neuem an ſeine Bruſt. Lange vermoch⸗ te er nicht zu ſprechen; endlich fand er Worte, und dankte mir für die Liebe und Sorgfalt, die ich ſei⸗ ner Frau, für die Freundſchaft, die ich ihm bis an ſeinen Tod bewieſen. Nicht Freundſchaft, hob ich mit ernſter feſter Stimme an: Nicht Freundſchaft, Agathokles! Der Tod hebt alle Verſtellung auf, und ich kenne Deinen Edelmuth. Laß mich Dir ein Geſtändniß thun, das ich unter keinen andern Um⸗ ſtänden gewagt haben würde! Lerne mich ganz ken⸗ nen, und dann beurtheile den Werth deſſen, was ich für Dich that! Ich habe Dich geliebt, Agatho⸗ kles, von dem erſten Augenblicke unſerer Bekannt⸗ ſchaft an mit leidenſchaftlicher Wärme geliebt!— Ich ſchwieg, und ſah ihm ernſt in's Geſicht.
Er ſchlug die Augen nieder, und ließ die Arme ſinken; die Ketten klirrten wieder, und ihr Schall klirrte in meiner Bruſt nach. Ein ſchmerzhaftes Lä⸗ cheln zuckte um ſeinen Mund. So habe ich denn auch Deinen Kummer mir vorzuwerfen! fing er nach einer Pauſe an: Vergib, Calpurnia! Erreich⸗


