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in dieſen Feſſeln ſtolz und frey zwiſchen den Cen⸗ turionen in's Atrium trat. So mögen einſt die ge⸗ fangenen Könige vor den Wagen der Triumphato⸗ ren gegangen ſeyn. Das Herz wendete ſich mir in der Bruſt, ein ungeheurer Schmerz zerriß mein Innerſtes. Ich eilte zu Theophanien— ich wollte Zeuginn des Wiederſehens ſeyn. Er ſolgte mir auf dem Fuße, in meiner Seele wiederhallte der Klang ſeiner Ketten. Er trat ein, er ſtürste mit dem Tone des wildeſten Schmerzens in die Arme ſeines Weibes. Ich wurde gar nicht bemerkt, und entfloh; denn es war mir nicht möglich, hier aus⸗ zuhalten.
Eine tödtlich lange Stunde verſchlich— die ſchwerſte in meinem Leben, bis man endlich kam, mir zu melden, daß ſich Agathokles entferne. Ich hatte es verlangt; denn ich wollte ihn noch ein Mahl ſprechen. Ich eilte in's Atrium. Da ſtand er, an eine Säule gelehnt. Ich rief ihn, er hörte mich nicht; nur einzelne Töne des Schmerzens dran⸗ gen aus ſeiner Bruſt hervor. Meine Liebe erwachte in ihrer alten Macht; ich eilte auf ihn zu, und ſchlang die Arme um ihn. Was hatte ich zu fürchten? Er ſtand am offenen Grabe, und nahm mein Geheim⸗ niß mit ſich. Er ſah ſich nach mir um, und eine Riſchung von Erſtaunen und ſanfter Rührung


