Teil eines Werkes 
3. Theil (1828)
Entstehung
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wir uns, und wünſchten und dachten eins an des andern Bruſt zu vergehen. Ich drückte die Kinder an mein Herz; es ſchien mir unmöglich, mich los⸗ zureiſſen. Das Verhängniß geboth; der Centurio kam zum zweyten Mahl; Theophania ſank mit ei⸗ nem lauten Schrey in Ohnmacht; ich legte ſie in die Arme ihrer herbeygeeilten Sclavinnen, und floh. Im Atrium fand ich mich wieder ſchluchzend an eine Säule gelehnt, als eine bekannte Stimme mich beym Nahmen rief. Es war die Königinn. Auf dem ernſten Wege zum Tode erſchien ſie mir noch ein Mahl. Sie winkte den Zeugen, ſich zu entfernen; ſie trat auf mich zu, ſchlug ihre Arme um mich, und geſtand mir, daß ſie mich von dem erſten Augenblicke unſerer Bekanntſchaft an geliebt⸗ daß ſie mich jedem Manne vorgezogen habe, und daß ich ihr noch jetzt über alles in der Welt theuer ſey. Welcher Moment, zu welchem Geſtändniſſe! So war ich beſtimmt, zwey der edelſten Herzen zu brechen! Und warum ſagte ſie mir das? Warum goß ſie dieſen bittern Tropfen noch in die Schale, die ohnedieß ſo voll war? Das hätte Theophania nicht vermocht. Sie hätte ihr Geheimniß mit in's Grab genommen, wenn ſeine Enthüllung dem Freunde ſo ſchmerzlich ſeyn mußte.. Aber ich habe ihr verziehen; ich ehre ihre Vor⸗