Teil eines Werkes 
3. Theil (1828)
Entstehung
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zweyten Mahl ſchluchzend, und ließ mich mit der Ohnmächtigen allein. Meine Liebe, meine Stim⸗ me brachten ſie zu ſich ſelbſt, und nun begann ei⸗ ne Scene, deren Erinnerung noch in jener Welt mein Herz zerreiſſen wird, wenn anders dort un⸗ ſere Empfindungen den irdiſchen gleichen.

Selbſt tiefgebeugt, ſelbſt von dem Anblicke alles deſſen, was ich ſo heiß liebte, und ſo bald verlaſſen ſollte, verwundet, mußte ich Stärke für ſie und mich haben⸗ ich mußte ihr Troſt zuſpre⸗ chen, ich mußte ſie zur Ergebung bereiten⸗ Es gelang doch. O der ernſte Wille iſt allmächtig, er iſt der Gott in unſerer Bruſt! Und, Phocion⸗ bey dieſer reinen Seele, bey dieſem kindlichen Glau⸗ ben an Gottes weiſe Fügung, bey dieſem heiligen Streben nach dem Guten, um des Guten willen, war es nicht ſo ſchwer, als ich fürchtete. Sie be⸗ griff mich, ſie faßte ſich⸗ ſie war fähig, ihre Ge⸗ danken von ſich ſelbſt hinweg auf etwas anders zu richten, und wieder jene ſchöne Gluth zu em⸗ pfinden, die oft in unvergeßlichen Stunden, wenn Conſtantin und ich mit ihr von unſern Planen ſprachen, ihre Seele begeiſtert hatte. Sie war nicht bloß Gattinn und liebendes Weib, ſie war Chriſtinn im erhabenſten Sinne des Wortes⸗ Ach⸗ ſterben für einen großen, menſchenbeglückenden