er zog die goldenen Nadeln aus meinen Flechten; ſchlang die Hand in meine Haare, ordnete ſie und zerſtörte tändelnd wieder, was er gemacht hatte. Ich ließ ihn gewähren, und war ſo glücklich durch ſeine Liebe, durch das Bewußtſeyn, ihn wieder zu beſitzen, durch die heiligſten Verſicherungen ſeiner Treue, die er mir unter tauſend Liebkoſungen und ſüßen Schmeichelworten gab. O es war ſchon ſeit ſeinem erſten Worte kein Zweifel mehr in meiner Bruſt! So ſchwatzten, ſo tändelten wir fort, glück⸗ lich wie die Kinder, und ſorglos wie ſie, bis He⸗ liodor's Ankunft uns in die Wirklichkeit zurückrief. Agathokles ſagte mir nun, daß ſein übergang zum
Chriſtenthum ihn den Segen und die Reichthümer
ſeines Vaters gekoſtet habe. Sein Sold als Tri⸗ bun und ſein mütterliches Erbtheil waren alles, was er beſaß. Stockend trug er es mir vor. Ich ſchau⸗ derte bey dem Fluche ſeines Vaters, aber wir konn⸗ te das zweyte mich rühren? Wir werden miteinan⸗ der leben! rief er muthig: Wir werden alles thei⸗ len, Glück und Unglück, viel oder wenig, was Gott ſendet! Biſt Du's zufrieden, Theophania, ſo gib mir Deine Hand am Altar, ſo bald ich im Stan⸗
de bin, Dir meine Rechte zu reichen, ſo bald ich
geneſe. Ich drückte ſeine Hand an meine Bruſt, mein Auge antwortete ihm. Heliodor wird uns ver⸗


