werde ihm ſchreiben; mein Brief wird meine Ret⸗ tung in Trachene, meine Befreyung durch Helio⸗ dor, meinen Aufenthalt in Synthium, in Nicäa, und die Beweggründe enthalten, die mich bisher handeln machten. Conſtantin müßte nicht ſo edel ſeyn, als ihn der Ruf und ſeine Geſtalt verkünden, wenn er nicht Sinn für meine Lage, und den fe⸗ ſten Willen haben ſollte, das peinliche Verhältniß auf die Art zu löſen, wie es für ſeinen Freund und mich am beſten iſt. Er kennt ſein Herz; er wird die Wirkung beurtheilen können, die dieſe Entde⸗ ckung auf ihn machen muß. O wenn er— ich wer⸗ de ihn dringend darum bitten— wenn er es fo einzuleiten wüßte, daß Agathokles ſelbſt damit zu⸗ frieden wäre, mich nie wieder zu ſehen! Nie wie⸗ der ſehen! Junia! Niemahls— niemahls, in mei⸗ nem ganzen Leben nicht wieder ſehen!— Es iſt ein ſchrecklicher Gedanke! Ich ſehe ſeine Nothwen⸗ digkeit ein; aber ich zittere noch davor, ich kann ihn noch nicht ganz faſſen. Niemahls!
Später.
Der Prief iſt geſchrieben. Ich erwarte Con⸗
ſtantins Ankunft. Mit welchen Gefühlen? kannſt
Du mir leichter nachempfinden, als ich ſagen. O Agath. III. Th. 5


