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daß er in vielen Stücken Recht hatte; aber ſo ſchlimm, als ſein Zorn mich machte, bin ich doch nicht. O Gott! Meine Abſicht war ja ſchuldlos! Kann es ein Verbrechen ſeyn, nur nicht ſo ganz verſchmäht und vergeſſen neben der glücklichen Ne⸗ benbuhlerinn ſtehen zu wollen? Ich will ihnen ja kein übles— ach, ich habe es ja ſogar ſchon über mein Herz vermocht, für Calpurnien zu bethen! Kann ich denn gar ſo ſtrafbar ſeyn? Und doch legt es mir Heliodor als Buße auf, als unerläßliche Bedingung, unter der allein mir meine Sünden vergeben werden können, mich Agathokles zu ent⸗ decken! Was kann ich thun?
Er ging im höchſten Zorne von mir weg. Alles was ich erhalten konnte, war, daß er nicht auf der Stelle zu Agathokles eilte; aber ich mußte ihm geloben, es morgen ſelbſt zu thun. O Junia! Das wird ein ſchrecklicher Tag werden!
Einige Stunden ſpäter.
Wie ein Engel, von Gott geſandt, iſt mir auf ein Mahl der Gedanke gekommen, mich an den ed⸗ len Conſtantin zu wenden. Er iſt Agathokles Freund; es kann ihm an dem Zartgefühl nicht fehlen, das die Behandlung dieſes Verhältniſſes fordert. Ich


