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hört; ich weiß nicht, kann oder will ſie nicht ſpre⸗ chen. Ich fing ein anderes Geſpräch an, ich fragte ihn um die Vorfälle des geſtrigen Abends; aber er antwortete mir ſehr zerſtrent, indem er öfters nach der Thüre ſah, und es gelang mir nur mit Mühe, ihn von dem Gegenſtande, der ſeine Auf⸗ merkſamkeit ſo ſehr beſchäftigte, abzubringen. Er fragte mich jetzt, welcher ſonderbare Zufall mich, und in dieſer Kleidung, hierher führte? Kein Zu⸗ fall, mein Freund! antwortete ich, ſondern der Wunſch, Dich zu ſehen, mich zu überzeugen, wie es Dir geht, und ob es in meines Vaters oder mei⸗ ner Macht ſteht, Deine Lage zu erleichtern, etwas für Dich zu thun. Er ſchien bewegt, ſein Ange glänzte, er faßte meine Hand; aber ſchnell ſenkte er den Blick wieder, drückte meine Hand an ſeine Bruſt, und ſagte mit unterdrückter Stimme: Ich verdiene dieſe Güte nicht; gewiß, ſchöne Calpurnia, ich verdiene ſie nicht. Ich war ein wenig verlegen über dieſe Antwort, in die ſich ſo mancher Sinn hineindeuten ließ. Mir ſiel die Geſchichte mit jener Theophania und meiner Zeichnung ein. Aber ich hatte nun einmahl die Rolle der heldenmäßigen Freundſchaft übernommen; ich mußte ſie mit Eh⸗ ren ausſpielen. Ich ſagte ihm alſo, was ſich in einer ſolchen Lage ſagen läßt, wo man weder ſich, noch der


