ſicht noch nicht geſehen, und ihre Stimme nicht ge⸗
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ter Arm war mit ſchneeweißen Binden umwickelt; ſonſt konnte ich kein Zeichen von Krankheit oder Ver⸗ wundung an ihm entdecken. Mir ward ſeltſam zu Muthe. Jetzt erſt, da er nicht mehr zurückzuneh⸗ men war, ſah ich lebendig die Sonderbarkeit mei⸗ nes Schrittes und der Rolle ein, die ich ſpielte. Doch es war zu ſpät. Agathokles hatte mich be⸗ reits erkannt; ich ſah, daß er im Begriff war, mich zu nennen. Ich erſchrack; denn nun erſt ward ich
eines ſchwarzen, ganz verſchleyerten Frauenzimmers
gewahr, das an einem Nebentiſche mit Leinenzeug beſchäftigt war. Ich faßte mich ſchnell, ſiel ihm in die Rede, und nannte mich Callias— ſeinen Scla⸗ ven. Ich ſah, daß er erſtaunt und gerührt war; er faßte meine Hände mit ſeiner Linken, drückte ſie heftig, und ſah mich mit einem Blicke an, der mir tief in die Seele drang. Gerade in dieſem Augen⸗ blicke ſtürzte das ſchwarze Frauenzimmer mit einem ſonderbaren Laut, der wie Schluchzen klang, zur Thür hinaus. Agathokles wandte ſich ſchnell nach ihr um. Was war das? ſagte er: Mich dünkt, ſie weinte? So ſchien es mir auch, erwiederte ich. Es iſt eine ſeltſame Frau, fuhr er nach einer Weile fort: Seit geſtern pflegt ſie meiner mit der größ⸗ ten Geduld und Sorgfalt, aber ich habe ihr Ge⸗


