Teil eines Werkes 
3. Theil (1828)
Entstehung
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mir, und ſo wurden denn niedliche Sclavenkleider beſtellt, und alles geheim und verſchwiegen berei⸗ tet; denn niemand, auch mein Vater nicht, ſollte um dieſen Schritt wiſſen, den ich mir, Falls er ihn mißbilligte, weder von ihm verwehren laſſen, noch geradezu wider ſeinen Willen thun wollte. Die Kleider kamen, ich zog ſie an, ſie ſaſſen vortreff⸗ lich. Druſilla ordnete mein Haar, ſo gut es gehen wollte, damit mein Kopf dem eines Knaben ähn⸗ lich wäre, und ich mußte geſtehen, daß der Knabe, der mir da aus dem Spiegel entgegen ſah, ſein Lobliedchen wohl eben ſo gut verdiente, als Bathyll oder Antinous*). Nun, als die Dämmerung kam, warf ich einen großen Mantel meines Bruders über mich, zog die Kappe 3) tief ins Geſicht, und mach⸗ te mich mit dem treuen Phädo, der den Kopf ge⸗ waltig über die Mummerey ſchüttelte, auf den Weg. Das Herz pochte mir wohl ein wenig, ob vor Angſt oder vor Erwartung, weiß ich nicht. Wir kamen glücklich vor die Stadt, und in das Haus. Hier ließ ich mich als einen Selaven, der ſeinen Gebiether zu ſprechen wünſchte, bey Agathokles melden. Man führte mich in ein einfaches, aber durchaus anſtän⸗ diges Zimmer. Ich trat beklommen ein. Sehr bleich, erſchöpft, aber mit ruhiger Miene und hei⸗ term Auge lag Agathokles auf dem Bette, ſein rech⸗