lich ein, daß es nichts als eine natürliche Folge der Begebenheiten dieſes Tages war. Ich legte mich ſpät nieder, und ſchlief nicht viel; denn auch die Nacht war nicht ſtille. Da weckte mich am Morgen das Geräuſch meiner Thüre, die leiſe geöffnet wur⸗ de; ich fuhr auf, Druſilla trat herein, mit einem Geſichte, das ſchon von weiten übels prophezeyte. Was iſt's, rief ich, was iſt geſchehen? Erſchrick nicht, Gebietherinn! ſagte ſie nach der Art dieſer Menſchen, und goß dadurch kalte Schauer über mich: Es iſt ein großes Unglück— Ich ſprang zit⸗ ternd am ganzen Leibe aus dem Bette. Mein Va⸗ ter? rief ich; denn nichts Geringeres als ein Un⸗ fall, der ihn oder uns alle betroſfen hätte, ſtand vor mir. Rein, ſagte Druſilla: Dein Vater iſt recht wohl; bleib nur und höre mich.— Ich war im Begriff fortzueilen. Agathokles— fuhr ſie fort, und ſah mich ängſtlich an.— Auf einmahl fühlte ich, wie ſich die ganze Natur meiner Empfindungen änderte; ich fühlte noch Bangigkeit, aber nichtmehr jene fürchterliche Beklemmung, die mir vorher den Hals zugeſchnürt hatte. Agathokles? wiederhohlte ich. Was iſt's mit ihm?„Er iſt ſchwer verwundet, vielleicht todt.« Jetzt erſchrack ich von Neuem, ich zitterte, und mußte mich ſetzen, ohne ſprechen, oh⸗ ne Druſilla fragen zu können. Sie erſparte mir's, 2*
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten


