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diente mir bey der Vorſteherinn des Hauſes zur Entſchuldigung, daß ich Tabitha mehr für Aga⸗ thokles zu thun überließ, als ich ſelbſt zu verrich⸗ ten wagte. Ach, dieſe Verſagung kam mich ſchwer genug an! Aber die Freude konnte ich mir nicht abſchlagen, ſo viel wie möglich im Nebenzimmer zu ſeyn, und wenigſtens ſeine Stimme zu hören. Gegen Abend, als es bereits zu dämmern an⸗ fing, wagte ich es, hinein zu gehen. Er ſah mich freundlich an, und grüßte mich als ſeine ſtumme Wohlthäterinn. Ich neigte mich, ohne zu ant⸗ worten, und beſchäftigte mich an meinem Tiſche mit Zurechtlegen ſeiner Binden. Jetzt kam eine Aufwärterinn des Hauſes, und meldete Agatho⸗ kles, einer ſeiner Selaven ſey da, der ihn zu ſpre⸗ chen wünſche. Er ließ ihn kommen. Gerechter Gott! Wer kam? Ein bildſchöner Knabe in niedlicher Sclavenkleidung trat ein. Das hellbraune Haar flatterte in reichen Locken um ſeine weiße Stirn und die blühenden Wangen. So ſchwebte die rei⸗ zende Geſtalt näher an's Bett— ich erkannte ſie jetzt— es war Calpurnia! Auch Agathokles, der ſie vorher verwundert angeſehen hatte, errieth die Wahrheit. Er erſchrak ſichtbar. Cal— rief er; aber mit unbegreiflicher Faſſung fiel ihm die Leicht⸗ fertige in's Wort: Callias, ja, Dein treuer Cal⸗


