Teil eines Werkes 
3. Theil (1828)
Entstehung
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Agathokles leiſe rufen. Ich zog den ſchwarzen dich⸗ ten Schleyer feſt um mein Geſicht, um meine gan⸗ ze eſtalt zuſammen, und trat mit klopfendem Herzen an ſein Lager. Er öffnete die Augen kaum, und forderte nur mit leiſer Stimme zu trinken. Ich reichte ihm den Becher, meine Hand zitterte. Wo bin ich? fing er nach einer Weile wieder an: Wo hat man mich hingebracht 2 Ich legte die Hand auf den Mund, und ſchwieg. Ich fürchtete zu re⸗ den, da ich in dieſem Augenblicke gewiß nicht über meine Stimme gebiethen konnte. Ich weiß nicht, ob er mich für ſtumm oder eigenſinnig hielt; er ſchloß die Augen wieder, und ſank auf die Küſſen zurück. Jetzt kam Heliodor, nach den Wunden zu ſehen. Agathokles erwachte wieder, und wieder⸗

hohlte ſeine Frage. Heliodor gab ihm Beſcheid; er ſchien ſehr zufrieden, und ein freundlicher Blick, eine Bewegung ſeiner Hand dankte mir für den Theil, den ich an ſeiner Pflege hatte. Seine Wun⸗ den waren, ſo gut ſie ſeyn konnten; der ehrwür⸗ dige Arzt empfahl ihm nichts als Ruhe und ſtär⸗ kende Arzneyen. Ich weinte ungeſehen Thränen der reinſten Freude; aber ich wagte es nicht, län⸗ ger bey ihm zu bleiben, aus Furcht, mich zu ver⸗

rathen. Die Schwäche, die noch von den Erſchüt⸗ terungen des vorigen Tages an mir ſichtbar war,